Heute leben etwa zweitausend Juden in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Ein Großteil von ihnen sind Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion und ihre Nachkommen.
Das Leben in der jüdischen Gemeinde ist abwechslungsreich. Für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren gibt es zahlreiche Angebote. Wöchentlich trifft man sich zum Shabbat und zu den Feiertagen in der Synagoge. Auch der intellektuelle Austausch kommt nicht zu kurz – sei es in der Bibliothek, im Chor, in der Studentengruppe, beim Kinderschach oder in der Tanzgruppe. Zudem findet regelmäßig Torahunterricht beim Rabbiner statt.
Die Aufgaben der Gemeinde sind vielfältig. Sie bewahrt religiöse Traditionen, vermittelt jüdische Werte und begleitet wichtige Lebensereignisse wie Bar- und Bat-Mitzwa, Hochzeiten und Beerdigungen. Doch ihr Engagement geht weit darüber hinaus: Als fester Bestandteil der Stadtgesellschaft übernimmt sie eine bedeutende Bildungsaufgabe. So besuchen Schulklassen die Synagoge, um jüdisches Leben in all seinen Facetten kennenzulernen. Auch kulturelle Veranstaltungen, wie die Jüdischen Kulturtage, leisten einen wertvollen Beitrag zum interkulturellen Dialog in Bonn.
Geleitet wird die Gemeinde von Frau Sokol und Herrn Barasch. Beide setzen sich engagiert für die Wiederbelebung jüdischen Lebens in Bonn und der Region ein. Gemeinsam mit vielen aktiven Mitgliedern entwickeln sie die Gemeinde stetig weiter. Besonders am Herzen liegt ihnen das Zusammenwachsen der Generationen und eine lebendige, zukunftsorientierte Gemeinschaft.
Darüber hinaus sind sie in verschiedenen Gremien aktiv und vertreten die Gemeinde innerhalb der Stadtgesellschaft. Die Aufklärungsarbeit gegen Antisemitismus sowie die Förderung von Integration sind zentrale Anliegen der Synagogengemeinde – mit dem Ziel eines harmonischen und respektvollen Miteinanders in Bonn.
