Man kann es sich kaum vorstellen, wie das jüdische Leben in der Ukraine vor 10 Jahren sich änderte. 2012 wurde in Dnepr ein 21-stöckiges Gemeindehaus erbaut, das für mehr als 64 000 Juden der Stadt ein zweites Zuhause geworden ist. Bis man alle Aktivitäten der Gemeinde zu Ende zählt, muss man mehrere Seiten durchlesen. 

1991 wurde die erste jüdische Gesamtschule in Dnepr geöffnet. 1993 bekam sie eine eigene Gebäude und funktioniert seitdem als die größte jüdische Gesamtschule nicht nur im GUS-Raum, aber auch in Osteuropa insgesamt. 

Da lernt man zugleich mit dem Schulprogramm Hebräisch, vertieft Religion und jüdische Geschichte. Wenn man solche Schule absolviert, wird die Frage nach der Selbstidentifizierung wahrscheinlich nicht mehr ernst zu stellen. Es wird eher danach gefragt, ob man den Weg der frommen Juden annimmt oder das verinnerlichte Wissen einfach als Background benutzt.